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Verbraucherschutz  |  22. August 2008  |  Keine Kommentare  >>
Ende des lukrativen Datenklaus oder ein Tropfen auf den heißen Stein?

1. Wie schon am 13.08. berichtet wurde bei der SKL im großen Rahmen mit den persönlichen Daten der Kunden gehandelt, um andere Firmen damit ebenfalls einen neuen Kundenstamm mit samt allen persönlichen Daten zu eröffnen.

2. Nun sieht auch Bundesjustizministerin Brigitte Zypries Handlungsbedarf und möchte hart durchgreifen. Das Mittel für den Kampf soll die Gewinnabschöpfung bei den Datenhändlern sein. Nach Angaben von Zypries reichen Geldstrafen, auch wenn sie bis zur Höhe von 250000 € verhängt werden können, scheinbar nicht aus, um den Firmen den Reiz des das Handlens mit den persönlichen Kundendaten zu nehmen. Nun soll das Gesetz dahingehend geändert werden, dass jeder Cent, der durch geklaute Daten eingenommen worden ist, herausgegeben werden muss. 

3. Die Opposition sieht diese Maßnahme als zu spät ergriffen an und wirft der Regierung jahrelange Versäumnisse vor. Das Handlungsbedarf besteht zeigt allerdings ein weiterer Fall aus Großbritannien. Dort wird laut Spiegel-online vom 22.08.2008 ein Speicherstick mit sämtlichen Daten von 84000 Gefangenen vermisst. Neben den Informationen der Häftlinge seien auch die Daten von 30000 Personen dort gespeichert, die mehr als sechs Verurteilungen vorzuweisen haben, so die Sprechering der Dienstleistungsfirma die im Auftrag des Ministeriums handelt.  Dies ist nicht die erste Datenpanne in Großbritannien.

4. Die Frage, die sich stellt ist, wie kann ich mich als User eines Rechners, als Kunde und Verbraucher verhalten, dass meine Daten nicht willkürlich weitergereicht werden. Von der Regierung wird lediglich der vorsichtige Umgang mit persönlichen Daten gemahnt. Das ist dem Verbraucher spätestens nach der Datenklaufall bei der SKL klar geworden, eine Hilfe ist dies nicht. Ein Mittel ist natürlich, sich gar nicht erst ins Internet zu begeben, dann ist das Risiko natürlich schon geringer. Aber wer möchte und kann heutzutage schon komplett aufs das Internet verzichten, wenn z. B. die Kontoführungsgebühren der Banken beim online-banking am niedirgsten sind oder bei Abschluss eines Handyvertrages im Internet pro Monat 50 sms draufgelegt werden.  Wäre die Unterlassung des Besuchs die Lösung, so würde man unter Umständen gerne auf die finanziellen Vorteile verzichten, aber im Beispiel der SKL sieht man, dass dies nicht der Fall ist. Man muss ja schon bei der Angabe der Adresse beim Pizzadienst fast Angst haben, dass dieser nicht nur die Pizza, sondern auch die Kundendaten verkauft. 

5. Die Verschäfung des Gesetzes ist der erste Schritt, aber die Lösung ist es nicht, da das Geschäft zu lukrativ ist und der Nachweis, dass mit geklauten Daten neue Geschäfte gemacht wurden, mit Schwierigkeiten verbunden sein dürfte.



Quelle: beck-aktuell-Redaktion, Verlag C. H. Beck vom 21. August 2008             
              spiegel-online vom 22.08.2008


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