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Urheberrecht  |  01. September 2008  |  Keine Kommentare  >>
"Barbie" ist erstmal Sieger gegen Bratz; Markenrechtsstreit zugunsten von Mattel

1. Eine californische Jury hat dem US-Spielzeughersteller eine Entschädigung zugesprochen. Die Höhe der Summe liegt bei umgerechnet 68 Millionen Euro (100 Millionen Dollar). Nach Angaben des amerikanischen Radiosenders KCBS vom 26.08.08 wurde die Firma MGA Entertainment der Copyright Verletzung schuldig gesprochen. Nach eigenen Angaben des "Bratz-Puppen" Herstellers MGA dürfte sich die Höhe der Enrschädigung aber bei 20 Millionen Dollar befinden, da Mattel gleiche Ansprüche mehrmals geltend gemacht haben soll.

2. Inhalt des Streits ist das lukrative Geschäft mit Modepuppen. Mattel bietet die bekannteste aller Puppen an, die Barbie. MGAs bekanntestes Produkt ist die "Bratz-Puppe", die zugleich Mittelpunkt des Streits ist. Mattel klagte gegen MGA Entertainment und warf diesen vor, der Puppendesigner Carter Brysant sei noch bei Mattel unter Vertrag gewesen, als er seine Entwürfe der Bratzpuppe MGA Entertainment vorgelegt habe. Erst zu einem späteren Zeitpunkt kam der Wechsel zu MGA Entertainment. Darin sieht Mattel sich in seinem Urheberrecht verletzt und klagte MGA. 1998 hatte Bryant Mattel in Richtung MGA Entertainment verlassen und kehrte 1999 wieder zu Mattel zurück. Die Idee der "Bratz-Puppe" sei ihm in dieser Zeit gekommen, so Beyant. Das californische Gericht sah es allerdings als erwiesen an, dass Bryant die Idee zu Mattelzeiten gekommen ist und gab Mattel Recht. Grund der Klage dürfte ebenfalls sein, dass sich die "Bratz-Puppen" zu einem ernsthaften Konkurrenten der klassischen Barbie entwickelt haben und somit Mattel Einbußen in Millionenhöhe bringen. Der Umsatz der "Bratz-Puppe" wird auf rund 400 Millionen Dollar geschätzt.

3. Aber auch MGA Entertainment sieht sich in seinen Rechten verletzt und verklagte nun Mattel. Ihr Vorwurf an Mattel, Mattel habe mit der "My scene" Reihe Themen und Aussehen der Bratz-Puppen nachgeahmt.

4. Im Ergebnis schätze die Jury die Entwürfe von Carter Bryant auf 100 Millionen Dollar, einen absichtlichen Ideenklau lehnte die Jury allerdings ab, sodass es bei dieser Summe blieb und eine Strafzahlung ausblieb.


Quelle: Netzzeitung vom 27.08.2008

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