Dr. Bücker


Wettbewerbsrecht  |  16. Januar 2013
Werbung mit Selbstverständlichkeiten: Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) leitet Unterlassungsverfahren gegen McDonald’s und Burger King ein

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hatte McDonald’s und Burger King abgemahnt, da beide Unternehmen auf ihren Internet-Seiten lückenhafte Angaben zu einigen ihrer Produkte gemacht hätten und die Inhaltsstoffe nicht vollständig aufgeführt gewesen wären. Zudem sei durch die Unternehmen mit Selbstverständlichkeiten geworben worden. So seien die Frikadellen damit beworben worden, dass sie aus 100 % Rindfleisch bestünden und keinerlei Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe enthielten. Hierbei handle es sich jedoch um eine Selbstverständlichkeit, so der VZBV, da bereits das Lebensmittelbuch für Fleisch und Fleischerzeugnisse dies vorschreibt.

Zu diesen Vorwürfen hat Burger King bereits Stellung bezogen. Das Unternehmen könne die Vorwürfe jedoch nur teilweise nachvollziehen. Unverständnis bestehe bei der Lückenhaftigkeit der Inhaltsstoffe. Burger King wies darauf hin, dass in jedem Burger-King-Restaurant Plakate mit sämtlichen Inhalts- und Konservierungsstoffen aushingen. Außerdem befänden sich Angaben hierzu auch auf den Unterseiten der Tablettaufleger. Die Kritik an der Werbung für Frikadellen ohne Konservierungsstoffe räumte Burger King ein, und erklärte künftig auf diesen Hinweis zu verzichten. (vh)

Quelle:
- horizont.net v. 18.12.2012
 

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