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Fotorecht

Die nachfolgenden FAQ (Frequently Asked Questions - Häufig gestellte Fragen) und Antworten darauf sollen helfen, sich im Dschungel „Fotorecht“ ein wenig besser zurecht zu finden. Es bestehen bei der Verwendung von Fotos im Netz ganz erhebliche Unsicherheiten darüber, was zulässig und was unzulässig ist. Meist sind Verstöße einfach nachzuweisen und die Folgekosten erheblich. Der Streitwert eines Verfahrens wird beispielsweise vom LG Köln bei einem Verstoß schon bei einem Bild mit 6000 Euro bewertet. Hier droht ein Kostenrisiko in der ersten Instanz von bis zu 2500 Euro. Bei einer Abmahnung können schnell Kosten in Höhe von 600 Euro entstehen. Jedes weitere unrechtmäßig genutzte Bild erhöht das Kostenrisiko. Kenntnisse über den rechtlichen Umgang mit Fotografien sind daher dringend erforderlich. Hierbei möchten wir Unterstützung leisten. Die FAQ ersetzen dabei keine Rechtsberatung, sondern sollen den Einstieg in die Materie erleichtern und als Leitfaden für grundlegende Fragestellungen dienen. Auch Fotografen oder Menschen, die mit Fotografien zu tun haben, sollten wissen, dass es hier keinen rechtsfreien Raum gibt.




1. Unterliegen alle Fotos urheberrechtlichem Schutz?
2. Was ist der Unterschied zwischen einem Lichtbild und einem Lichtbildwerk; wie lange ist die Schutzdauer?
3. Was ist der Inhalt des Urheberrechts?
4. Was sind Nutzungsrechte?

Die Einräumung sog. Nutzungsrechte sind im Bereich des Urheberrechts von elementarer Bedeutung. Die diesbezüglichen Regelungen befinden sich in §§ 31 ff. UrhG. Bei Fotografien ist die Einräumung einfacher Nutzungsrechte zum Zwecke einmaliger Verwendung üblich. Bezüglich etwaiger Honorarabsprachen wird, sofern es keine ausdrückliche Vereinbarung gibt, auf die Honorarübersicht der Mittelstandgemeinschaft Foto-Markenting (MFM) zurückgegriffen. Diese Honorarübersicht, die jährlich neu erstellt wird, wird dabei von den meisten Gerichten anerkannt. Bei sog. Auftragsarbeiten werden in der Regel ausschließliche Nutzungsrechte übertragen. Der Bildbesteller kann dann allein über das ihm gelieferte Bildmaterial verfügen. Hierbei sind entsprechend höhere Honorare zu vereinbaren. Ein Herausgabeanspruch bezüglich des an den Besteller herausgegebenen Bildmaterials besteht auch nach Beendigung der Zusammenarbeit in der Regel daher nicht. Vielmehr muss der Fotograf seinerseits sämtlich insoweit hergestelltes Bildmaterial inklusive Originale, Duplikate, Abzüge usw., herausgeben. Etwaiges elektronisch gespeichertes Bildmaterial muss vom Fotografen gelöscht werden (OLG Hamburg, Urteil vom 30.08.1990, AZ: 3 U 50/90; OLG Celle, Urteil vom 14.05.1997, AfP 1998 S. 224; OLG Hamburg, Urteil vom 17.12.1998, AfP 1999, S. 186).
 
5. Ist das Urheberrecht ein gewerbliches Schutzrecht oder gilt dies auch für Privatpersonen?
6. Darf ich Herstellerbilder beim Weiterverkauf verwenden?
7. Dürfen Fotografien ohne Zustimmung des Urhebers verändert (bearbeitet) werden?
8. Was ist eine freie Benutzung?
9. Was bedeutet der Copyright Vermerk?
10. Wenn ich eine Fotografie unberechtigterweise nutze, muss ich dann Schadensersatz zahlen und wenn ja in welcher Höhe?
11. Wer kann die Rechte in einem Prozess geltend machen?
12. Sollte ich bei eindeutiger Rechtsverletzung eine Unterlassungsverpflichtungserklärung abgeben?
13. Reicht das Löschen des Fotos im Internet zur Beseitigung des Verstoßes aus?
14. Was bedeutet das Recht am eigenen Bild?
15. Ist die Aufnahme von öffentlichen bzw. privaten Gebäuden erlaubt?
16. Darf ich Fotos von Kunstwerken in der Öffentlichkeit (z. B. Denkmälern, Statuen oder Brunnen im öffentlichen Park oder auf öffentlichen Plätzen) veröffentlichen?
17. Unter welchen Umständen darf ich Fotos von Personen veröffentlichen?
18. Liegt eine Einwilligung vor, wenn ich erkennbar mit der Kamera auf eine Person ziele und diese sich "nicht wehrt"?
19. Was ist eine Person der Zeitgeschichte?
20. Darf ich Prominente einfach fotografieren und das Bild dann veröffentlichen?
21. Darf ich Personen auf Umzügen oder Demonstrationen beliebig fotografieren und die Bilder veröffentlichen?



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