Dr. Bücker
 
 
 
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Fotorecht

Die nachfolgenden FAQ (Frequently Asked Questions - Häufig gestellte Fragen) und Antworten darauf sollen helfen, sich im Dschungel „Fotorecht“ ein wenig besser zurecht zu finden. Es bestehen bei der Verwendung von Fotos im Netz ganz erhebliche Unsicherheiten darüber, was zulässig und was unzulässig ist. Meist sind Verstöße einfach nachzuweisen und die Folgekosten erheblich. Der Streitwert eines Verfahrens wird beispielsweise vom LG Köln bei einem Verstoß schon bei einem Bild mit 6000 Euro bewertet. Hier droht ein Kostenrisiko in der ersten Instanz von bis zu 2500 Euro. Bei einer Abmahnung können schnell Kosten in Höhe von 600 Euro entstehen. Jedes weitere unrechtmäßig genutzte Bild erhöht das Kostenrisiko. Kenntnisse über den rechtlichen Umgang mit Fotografien sind daher dringend erforderlich. Hierbei möchten wir Unterstützung leisten. Die FAQ ersetzen dabei keine Rechtsberatung, sondern sollen den Einstieg in die Materie erleichtern und als Leitfaden für grundlegende Fragestellungen dienen. Auch Fotografen oder Menschen, die mit Fotografien zu tun haben, sollten wissen, dass es hier keinen rechtsfreien Raum gibt.




1. Unterliegen alle Fotos urheberrechtlichem Schutz?
2. Was ist der Unterschied zwischen einem Lichtbild und einem Lichtbildwerk; wie lange ist die Schutzdauer?
3. Was ist der Inhalt des Urheberrechts?
4. Was sind Nutzungsrechte?
5. Ist das Urheberrecht ein gewerbliches Schutzrecht oder gilt dies auch für Privatpersonen?
6. Darf ich Herstellerbilder beim Weiterverkauf verwenden?
7. Dürfen Fotografien ohne Zustimmung des Urhebers verändert (bearbeitet) werden?
8. Was ist eine freie Benutzung?
9. Was bedeutet der Copyright Vermerk?
10. Wenn ich eine Fotografie unberechtigterweise nutze, muss ich dann Schadensersatz zahlen und wenn ja in welcher Höhe?

Die Art der Schadensberechnung steht dem Urheber bzw. Rechteinhaber zu. Grundsätzlich gewährt der Gesetzgeber drei Möglichkeiten der Schadensberechnung: - Herausgabe des konkret entstandenen Schadens, einschließlich des entgangenen Gewinns, - Herausgabe des Verletzergewinns oder - Schadensberechnung nach der Lizenzanalogie. In den meisten Fällen wird kein größerer Gewinn mit der unberechtigten Fotoverwendung erzielt. Daher wird – auch aus Vereinfachungsgründen in der Beweisführung - die Schadensberechnung im Wege der Lizenzanalogie angewandt. Danach hat der Verletzer dasjenige zu zahlen, was vernünftige Vertragsparteien bei Abschluss eines (fiktiven) Lizenzvertrages über die Verwendung des jeweiligen Fotos als angemessene Lizenzgebühr vereinbart hätten. Bei dieser Berechnungsmethode ist es grundsätzlich ohne Bedeutung, ob mit der Benutzung des Fotos ein Gewinn erzielt wurde oder nicht, oder ob überhaupt ein Lizenzvertrag geschlossen worden wäre. Bei der Ermittlung der Höhe der Lizenzgebühr wird meist die Honorartabelle der Mittelstandsgemeinschaft Fotomarketing (MFM) zugrunde gelegt, die für verschiedene Nutzungsarten und -zeiträume einen bestimmten Betrag als marktübliche Vergütung vorsieht.
 
11. Wer kann die Rechte in einem Prozess geltend machen?
12. Sollte ich bei eindeutiger Rechtsverletzung eine Unterlassungsverpflichtungserklärung abgeben?
13. Reicht das Löschen des Fotos im Internet zur Beseitigung des Verstoßes aus?
14. Was bedeutet das Recht am eigenen Bild?
15. Ist die Aufnahme von öffentlichen bzw. privaten Gebäuden erlaubt?
16. Darf ich Fotos von Kunstwerken in der Öffentlichkeit (z. B. Denkmälern, Statuen oder Brunnen im öffentlichen Park oder auf öffentlichen Plätzen) veröffentlichen?
17. Unter welchen Umständen darf ich Fotos von Personen veröffentlichen?
18. Liegt eine Einwilligung vor, wenn ich erkennbar mit der Kamera auf eine Person ziele und diese sich "nicht wehrt"?
19. Was ist eine Person der Zeitgeschichte?
20. Darf ich Prominente einfach fotografieren und das Bild dann veröffentlichen?
21. Darf ich Personen auf Umzügen oder Demonstrationen beliebig fotografieren und die Bilder veröffentlichen?



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